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Bei der 120. Hauptversammlung des Gesangvereins Sängerlust Hohenmemmingen standen neben den Jahresberichten der Funktionäre und der Vorstellung des Jahresprogramms 2018 auch die traditionellen Ehrungen für vollständigen Chorprobenbesuch auf dem Programm.
Zunächst trug die Sängerlust zwei Stücke vor. Vorstandssprecher Thomas Fiedler begrüßte die anwesenden Mitglieder und führte die Totenehrung des im Vorjahr verstorbenen Vereinsmitgliedes Xaver Neuhauser durch. Danach sang die Sängerlust einen Trauerchor.
In ihrem ausführlichen Jahresbericht erwähnte Schriftführerin Martina Fischer alle Ereignisse des Vorjahres, wobei sie neben weiteren Auftritten insbesondere das erfolgreiche Konzert „Fiesta Latina“ im Oktober hervorhob sowie auf die arbeitsintensiven Einsätze bei Schlachtfest, Dorffest und Dorfweihnacht einging. Kassiererin Bärbel Moser, der nach ihrem Vortrag von Kassenprüferin Heidi Bollinger eine sehr sorgfältige Kassenführung bescheinigt wurde, berichtete von sehr hohen Einnahmen aus den großen Festen. Zudem wurden im Jahr 2017 erfreulich viele Spenden verbucht, insbesondere fürs Konzert fanden sich viele großzügige Sponsoren. Der Gesangverein hat derzeit 218 Mitglieder, davon sind 71 Erwachsene und die 47 Kinder des Kinderchores beitragsfrei.
Vorstandssprecher Thomas Fiedler bedankte sich in seiner Rede bei allen Sängerinnen und Sängern für ihr Engagement durch Arbeitsschichten bei den Festen und den zahlreichen Chorstundenbesuch. Sein weiterer Dank galt den beiden Chorleitern und einzelnen Mitgliedern der Sängerlust, die Besonderes für den Verein geleistet haben. Sein Ziel für dieses Jahr ist es, endlich einen 2. Vorstand zu finden. Ansonsten muss es eine klar strukturierte Aufgabenverteilung im Beirat geben. Bisher wurde dies eher auf Zuruf geregelt. Nach der einstimmigen Entlastung der Funktionäre, die durch Ehrenmitglied Hans Bader durchgeführt wurde, folgten die Berichte der Chorleiter.
Chorleiterin Sabine Seidls Bericht beinhaltete, dass sie nach dem Brand in der Grundschule Hohenmemmingen mit dem Kinderchor, der inzwischen aus 47 Mädchen und Buben besteht, immer noch in der Turnhalle proben muss. Die Kinder konnten 2017 mehrfach ihr Können und ihre Freude am Singen unter Beweis stellen, teils war auch Marina Binder als Dirigentin eingesprungen. Das Highlight des Jahres war das Konzert „Fiesta Latina“.
Chorleiter Christian Zenker bemerkte, dass auch 2017 ein gutes Jahr war. Derzeit gibt es nur Positives zu berichten. Dennoch muss man sich Gedanken um die Zukunft des Vereins, auch finanziell, machen. Darüber muss ein Diskussionsprozess in Gang kommen, der bereits von Thomas Fiedler in Form einer Sängerversammlung angesprochen wurde. Momentan haben wir ein sehr gutes finanzielles Polster, damit befindet sich unser Verein in einer Luxussituation. Das Wichtigste für einen Chor sollte es sein, zu singen, Veranstaltungen zu besuchen und selber durchzuführen und natürlich musikalisch weiterzukommen. Das nächste Konzert mit dem Arbeitstitel „Unsere Lieblingslieder“ ist für den März 2019 geplant. Durch die vielen völlig verschiedenen Wunschtitel ist es nicht einfach, ein Konzertprogramm zu erstellen. Derzeit gibt es 3.500.000 Chorsänger in Deutschland, d. h. jeder 25. Deutsche singt in einem Chor. Unser großes Ziel sollte es sein, neue Mitglieder anzuziehen und für den Chor zu begeistern.
Dr. Ulrich Moeferdt führte die Ehrungen für vollzähligen Chorprobenbesuch im Jahr 2017 durch. Bei den Männern hatte Hans Bader alle 31 Singstunden besucht, im Alt Brigitte Heß und im Sopran waren es Lore Haselbauer und Heidi Thumm.
Beim Jahresprogramm wurde besonders der Chorausflug nach Bamberg hervorgehoben.
Unter dem Punkt Verschiedenes überreichte Jürgen Haack zwei Geschenke an Chorleiter Christian Zenker, der darüber sehr gerührt war. Sie stammten von der Ausstellung über die Liedertafel im Museum Hürben: ein Metronom welches ein Geschenk des Burgberger Chores war sowie einen Taktstock aus dem Jahre 1928, der bei einem österreichisch-deutschen Sängerfest in Wien an die dort anwesende Abordnung der Liedertafel übergeben wurde.
Hans Bader wünschte sich, dass mehr Visionen entwickelt werden. Beispielsweise könnten Projektkonzerte zur Mitgliederwerbung durchgeführt werden. Ebenso müsse mehr und gezieltere Werbung für Veranstaltungen des Chores gemacht werden.

Jahresausflug 2018